Immobilienbewertung Kosten: Was Sie 2026 wirklich zahlen
Eine Immobilienbewertung kostet zwischen 0 € (Online-Ersteinschätzung) und mehreren tausend Euro (Verkehrswertgutachten). Die richtige Wahl hängt davon ab, wofür Sie den Wert benötigen: zur eigenen Orientierung, für Verhandlungen oder für Gericht und Finanzamt.
Hinweis: Online-Bewertungen liefern eine unverbindliche Orientierung. Für rechtlich belastbare Werte (Gericht, Finanzamt, Zwangsversteigerung) benötigen Sie ein Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB.
Kostenvergleich: Alle Bewertungsarten auf einen Blick
Die Kosten einer Immobilienbewertung unterscheiden sich je nach Zweck, Umfang und Anbieter erheblich. Hier die drei gängigsten Varianten im direkten Vergleich.
Kostenlose Online-Bewertung
Automatisierte Wertspanne auf Basis statistischer Marktdaten
- Sofort verfügbar, ohne Wartezeit
- Keine Registrierung erforderlich
- Gute erste Orientierung vor Verkauf
- Kein Ersatz für Vor-Ort-Besichtigung
Kurzgutachten
Kompakte Wertermittlung durch Sachverständigen (10-15 Seiten)
- Vor-Ort-Besichtigung inklusive
- Fundierte Wertermittlung mit Begründung
- Geeignet für private Verkaufsverhandlungen
- Nicht immer von Gerichten anerkannt
vom Immobilienwert
Verkehrswertgutachten
Vollständige Bewertung nach § 194 BauGB (30-60 Seiten)
- Rechtlich belastbar vor Gericht
- Anerkannt von Finanzamt und Banken
- Alle Bewertungsschritte normgerecht dokumentiert
- Bearbeitungszeit oft 2-4 Wochen
Rechenbeispiel: Immobilie mit 400.000 € Verkehrswert
Online-Bewertung: 0 € | Kurzgutachten: ca. 500 - 1.500 € | Verkehrswertgutachten: ca. 2.000 - 6.000 € (0,5-1,5 % von 400.000 €). Die tatsächlichen Kosten hängen vom Objekt, den vorhandenen Unterlagen und dem regionalen Markt ab.
Welche Bewertung brauchen Sie? Entscheidungshilfe
Nicht jeder Anlass erfordert ein teures Gutachten. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, die passende Variante für Ihre Situation zu finden.
Kostenlose Online-Bewertung genügt
- Sie möchten vor einem möglichen Verkauf den ungefähren Marktwert kennen
- Sie planen eine Modernisierung und wollen die Wertsteigerung einschätzen
- Sie möchten den aktuellen Wert Ihres Eigenheims für sich selbst wissen
- Sie vergleichen verschiedene Objekte beim Immobilienkauf
Kurzgutachten (500 - 1.500 €) empfehlenswert
- Preisverhandlung beim Kauf oder Verkauf mit fundierter Grundlage
- Interne Abstimmung unter Erben, wenn sich alle einig sind
- Vermögensübersicht oder Versicherungszwecke
- Wenn die Bank kein vollständiges Gutachten verlangt
Verkehrswertgutachten (0,5 - 1,5 %) erforderlich
- Gerichtliche Auseinandersetzungen: Scheidung, Erbstreit, Zwangsversteigerung
- Finanzamt: Nachweis eines niedrigeren Werts gegenüber dem Bodenrichtwert-Verfahren bei Erbschaftsteuer
- Bankfinanzierung bei hohen Beleihungswerten
- Komplexe Objekte: Erbbaurecht, Nießbrauch, Denkmalschutz, erhebliche Mängel
Wie setzen sich Gutachterkosten zusammen?
Die Honorare für Immobiliengutachter sind in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Je nach Auftragsart gelten unterschiedliche Grundlagen.
Gerichtliche Aufträge (JVEG)
Bei gerichtlich bestellten Gutachten regelt das Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) die Vergütung. Die Stundenhonorar-Gruppen liegen laut § 9 JVEG bei 80 bis 120 € pro Stunde, je nach Sachgebiet und Schwierigkeitsgrad.
Quelle: JVEG, Anlage 1 zu § 9 Abs. 1 - Sachverständigengruppen und Honorargruppen
Private Aufträge (frei verhandelbar)
Bei privaten Gutachtenaufträgen gibt es keine bindende Gebührenordnung. Sachverständige kalkulieren nach Aufwand, Objektkomplexität und regionalen Marktverhältnissen. Üblich sind entweder Pauschalpreise oder Abrechnung nach Stunden. Die JVEG-Sätze dienen häufig als Orientierungsrahmen.
Tipp: Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und lassen Sie sich den Leistungsumfang schriftlich bestätigen.
Kostenfaktoren, die den Gutachterpreis beeinflussen
ImmoWertSofort: Unsere Preise transparent erklärt
Unsere Online-Bewertung ersetzt kein Sachverständigen-Gutachten. Sie bietet eine schnelle, datenbasierte Orientierung – und Sie entscheiden selbst, ob Sie den optionalen Report benötigen.
Ersteinschätzung
Wertspanne auf Basis aktueller Marktdaten
- Sofortige Werteinschätzung als Spanne
- Basierend auf Vergleichs- und Marktdaten
- Keine Registrierung, keine versteckten Kosten
PDF-Detailreport
Einmalig, optional – keine Folgekosten
- Dokumentierte Zusammenfassung aller Annahmen
- Werttreiber-Analyse und Faktorübersicht
- Zum Weitergeben an Partner, Berater oder Familie
Wichtig: Weder die kostenlose Ersteinschätzung noch der PDF-Report sind ein Verkehrswertgutachten. Beide dienen als Orientierungshilfe. Details zu unserer Methodik finden Sie auf der Seite Bewertungsmethode.
Was im PDF-Detailreport enthalten ist
Eingaben & Annahmen
Zusammenfassung Ihrer Angaben zu Objekt, Lage und Ausstattung – transparent nachvollziehbar
Werttreiber-Analyse
Wie Lage, Größe, Baujahr und Zustand den ermittelten Wert beeinflussen
Marktdaten-Einordnung
Vergleichslogik verständlich erklärt – welche Datenquellen zugrunde liegen
Grenzen & Hinweise
Ehrliche Einordnung: Was die Online-Bewertung leisten kann – und was nicht
Lieferung: Automatisch nach Zahlung – typischerweise per E-Mail oder Download-Link.
Rückgabe & Erstattung
Da es sich um eine digitale Dienstleistung handelt, kann das Widerrufsrecht im Checkout entfallen, wenn die Ausführung sofort beginnt. Bei technischen Problemen (Report nicht erstellt oder nicht zugestellt) bieten wir eine Erstattung laut unserer Richtlinie an.
Details zur Rückgabe- & ErstattungsrichtlinieHäufige Fragen zu Immobilienbewertung Kosten
Was kostet eine Immobilienbewertung 2026?
Die Kosten variieren stark: Kostenlose Online-Bewertungen liefern eine erste Orientierung. Kurzgutachten von Sachverständigen kosten zwischen 500 und 1.500 €. Ein Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB liegt bei 0,5 bis 1,5 % des Immobilienwerts – bei 400.000 € also zwischen 2.000 und 6.000 €.
Wann brauche ich ein Verkehrswertgutachten?
Immer dann, wenn der Wert rechtlich belastbar sein muss: bei Gerichtsverfahren (Scheidung, Erbstreit), gegenüber dem Finanzamt (Erbschaftsteuer), bei Zwangsversteigerungen oder wenn Banken es für die Finanzierung verlangen. Für reine Orientierungszwecke reicht oft eine kostenlose Online-Bewertung.
Regelt das JVEG die Gutachterkosten?
Das Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) regelt Honorare bei gerichtlichen Aufträgen: 80 bis 120 € pro Stunde je nach Sachgebiet (§ 9 JVEG). Bei privaten Aufträgen sind die Preise frei verhandelbar – die JVEG-Sätze dienen dann oft als Orientierung.
Was ist der Unterschied zwischen Kurzgutachten und Verkehrswertgutachten?
Ein Kurzgutachten (10-15 Seiten, 500-1.500 €) enthält eine Wertermittlung ohne vollständige Dokumentation aller Berechnungsschritte. Es eignet sich für private Verkaufsverhandlungen. Ein Verkehrswertgutachten (30-60 Seiten, 0,5-1,5 % vom Wert) dokumentiert alle Bewertungsschritte normgerecht nach § 194 BauGB und wird von Gerichten und Behörden anerkannt.
Ist eine kostenlose Online-Bewertung zuverlässig?
Online-Bewertungen nutzen statistische Vergleichsdaten und liefern eine Wertspanne zur Orientierung. Sie können den tatsächlichen Zustand der Immobilie (Bausubstanz, versteckte Mängel, Modernisierungen) nicht vor Ort prüfen. Für eine erste Einschätzung – etwa vor einem Verkaufsgespräch – sind sie ein sinnvoller Ausgangspunkt.
Was kostet die Bewertung bei ImmoWertSofort?
Die Ersteinschätzung ist kostenlos (0 €). Optional können Sie einen PDF-Detailreport für 9,90 € erstellen lassen. Dieser fasst Bewertungsannahmen, Werttreiber und Marktdaten zusammen – als dokumentierte Orientierung, nicht als Gutachten. Details zur Methodik finden Sie auf der Seite Bewertungsmethode.
Rechtlicher Hinweis
Der Verkehrswert (Marktwert) ist gesetzlich definiert in § 194 BauGB. Online-Bewertungstools liefern eine algorithmische Schätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Daten – keine formale Verkehrswertermittlung. Die Vergütung gerichtlich bestellter Sachverständiger richtet sich nach dem JVEG. Alle Preisangaben auf dieser Seite sind Richtwerte und können je nach Region, Objekt und Anbieter abweichen.
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